Das Bauwerk steht auf der Liste der Kulturdenkmale der Stadt Leipzig
Bis auf Reparaturen im Notfall war seit 1932 bis 1991 praktisch keine größere Baumaßnahme zur Erhaltung der Kirche realisierbar. Aufgrund der politischen Verhältnisse im Osten Deutschlands nach dem 2. Weltkrieg, den die Versöhnungskirche ohne wesentliche Schäden überstanden hat, und der stark eingeschränkten baulichen und sonstigen Möglichkeiten für die Aktivitäten der Kirchgemeinde vor der politischen Wende in der damaligen DDR im Jahre 1989 ist es dem Kirchenvorstand im wesentlichen nur möglich gewesen, konservierende Maßnahmen (wie Außenputz, teilweise Anstrich) durchzusetzen. Diese hatten vor allem zum Ziel, die Erhaltung dieses Bauwerkes insgesamt zu garantieren und den (aus der damaligen Sicht späteren) Weg für eine umfassende und tiefgreifende Restaurierung im Sinne der Denkmalpflege nicht ernstlich zu behindern. Diese verdienstvollen Bemühungen der damaligen Pfarrer und der gesamten Gemeinde in enger, guter Zusammenarbeit mit dem zuständigen kirchlichen Bauamt verdienen an dieser Stelle eine ausdrückliche Würdigung, denn ohne diese meist außerordentlich mühevolle Arbeit wäre der jetzige Zustand noch viel schlechter gewesen. Für die weitere Arbeit aber ist dennoch die Feststellung wichtig, dass mit den in den Jahren 1965/66, 1972 und 1975 durchgeführten Sanierungsmaßnahmen die Schäden nur zeitweise verdeckt, aber nicht durchgreifend beseitigt werden konnten. Die in den Jahren 1965/66 durchgeführte Sanierung des Stahlbetonskelettes des Kirchturmes war leider sehr unzureichend konzipiert und durchgeführt worden, so dass die Schadensursachen nicht beseitigt werden konnten. Die ursprüngliche Gestaltung der Kirche ist teilweise verändert worden.
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Das große, aus
Stahlbeton geformte Kreuz wies in seinen Betonteilen typische Schädigungen
auf, die auf Witterungseinflüsse sowie mangelhafte Überdeckung der Bewehrung
zurückzuführen sind. Abplatzungen infolge von Frosteinflüssen hatten zur
Korrosion der Bewehrungsstähle geführt. Feuchtigkeit drang in das Gebäudeinnere
ein. Linker südlicher Treppenaufgang: Notwendige Maßnahmen waren das Aufnehmen der Bodenbeläge und Lagern zur Wiederverwendung, das komplette Erneuern des tragenden Unterbaus, fachgerechte Isolierung sowie der Wiedereinbau der ursprünglichen Bodenbeläge. Es erfolgte eine nachhaltige Beseitigung der Feuchtigkeitsschäden. Eingänge zum Kirchenraum: Eine Neuerrichtung der Vordächer und ihre fachgerechte Abdichtung und Blechbedeckung Eingänge zum unteren Ausstellungsraum: Eine nachhaltige Sanierung und eine Überarbeitung der Eingangstüren vom Vorhof aus. Unterer Ausstellungsraum: Ausbesserung des Fußbodenbelages, Installation eines neuen elektrischen Netzes und Verbesserung der Beleuchtung sowie die malermäßige Instandsetzung. Gedächtnishof: Sämtliche Bodenbeläge mit Unterbau und die Sitzbänke an der Wand waren aufzunehmen. Die Unterbauten waren auszutauschen und, mit den entsprechenden Abdichtungen versehen, zu erneuern. Die ursprünglichen Werksteinplatten waren wieder einzubauen. Die gleichen Maßnahmen waren für den Treppenaufgang durchzuführen. Ein Einbau des ursprünglichen Wasserbeckens, das bereits bei früheren Reparaturarbeiten beseitigt worden war, ist aus Kostengründen zum jetzigen Zeitpunkt nicht beabsichtigt. Stattdessen sollte die ursprüngliche Lage des Wasserbeckens durch dunkelfarbige Platten im Fußboden gekennzeichnet werden. Eine Instandsetzung der beiden Wasserabläufe, eine Überarbeitung der Geländer (Ergänzung gemäß Originalentwurf) und Reparaturen am schadhaften Mauerwerk waren ebenso vorzunehmen. Aufgang zur Brauthalle (Nordseite): Die Arbeiten umfassen die Erneuerung des Unterbaus, fachgerechte Isolierung, Wiederaufbau der ursprünglichen Bodenbeläge und der Treppenbegrenzung, Zufahrtsmöglichkeit für Behinderte vom Fußweg aus. |
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Im Jahre
2000 wurde der Posaunenbalkon am Turm
vollständig erneuert. 2001 wurde mit der
Instandsetzung des Turmes begonnen, der in drei
Bauabschnitten erfolgen sollte. Der erste
Bauabschnitt (oberer Turmbereich, Bereich Glockenstuhl,
Decke über Glockenstuhl und Turmplattform
einschließlich Brüstungsmauern) wurde
2001/2002 abgeschlossen worden. Der zweite
Bauabschnitt des Turmes (mittlerer Bereich,
einschließlich Ausfachung des
Stahlbetonskelettes und Beginn des Einsetzens der
Glasbausteine) ist 2002/2003 fertig gestellt
worden. Der vorläufige Abschluss der Arbeiten zu
den Abschnitten 1 und 2 ist mit dem 1. Turmfest
Ende April 2003 feierlich begangen worden. Der dritte und noch ausstehende Abschnitt umfasst den unteren Turmbereich und Innenarbeiten im Turmbereich. |
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Die
Restaurierung der Orgel ist im Jahre 2003 in enger
Abstimmung mit dem Orgelsachverständigen des
Kirchenbezirkes, Herrn Kantor Ludwig, mit dem Büro
für Baupflege beim ev.-luth. Bezirkskirchenamt,
Herrn Kress, mit Orgel-Fachexperten (Prof. Dr. W.
Schrammek, Herr K. Gernhardt) und mit dem
Orgelbauer, Herrn
Scheffler vorbereitet worden. Da
das Instrument eine besondere Bedeutung in
Zusammenhang mit der Orgelbewegung besitzt
(s.u.), konnte nur eine komplette Restaurierung
unter sorgfältiger Bewahrung und
Wiederherstellung des Originalzustandes aus der
Bauzeit der Kirche in Frage kommen. Die
Restaurierungsarbeiten wurden im Jahre 2004
durchgeführt. Die Orgelweihe fand am 23. Januar
2005 statt. Die durchgeführten Arbeiten sind in
einer Festschrift
zur Orgelweihe beschrieben. In dieser
Festschrift ist auch die Instandsetzungskonzeption
des Orgelbaumeisters enthalten. Arbeiten im Kirchenraum in Verbindung mit der Orgelrestaurierung Es wurde eine künstliche Beleuchtung über dem Altar eingebaut. Unter dem Kirchendach waren die früheren Mauern für das natürliche Altaroberlicht noch gut erkennbar. Die Frage nach der originalen Wiederherstellung oder Nichtwiederherstellung des Altaroberlichtes und die baulichen Voraussetzungen dazu sind mit der Denkmalspflege und dem kirchlichen Bauamt vor Beginn der hier beschriebenen Arbeiten im Detail abgewogen worden. Dazu wurde letztlich entschieden, dass die Beleuchtung des Altarbereiches mit natürlichen Licht nicht wieder hergestellt werden sollte. Für die Erneuerung des Daches hatte dies zur Folge, dass die zwischenzeitlich hergestellte Lösung ohne Oberlicht beigehalten werden konnte. Es wurde versucht, Helligkeit und Farbtemperatur dem natürlichen Licht anzupassen. Die Größe des Beleuchtungsfeldes entspricht den originalen Abmessungen der früheren natürlichen Beleuchtung. Dies ist im Vergleich zu den vorhandenen Original-Photos aus dem Jahr 1932 leicht zu erkennen, die im Pfarramt vorhanden sind. Weiterhin wurde die Christusfigur fachgerecht gesäubert (Bildhauer Marcus Gläser, Leipzig) und nach Erforderlichkeit konserviert. Hinter der Christusfigur wurde eine Wandverkleidung angebracht und der Altarraum entsprechend dem Originalzustand hell ausgemalt. Ebenso ist die durchbrochene Wand (Holzverkleidung seitlich rechts vor dem Altar) vor der Orgel gesäubert worden. Dabei wurde die bereits früher entfernte innere Stoffbespannung nicht erneuert. Im Bereich der Orgelempore wurden die Fenster erneuert und eine neuer Fußbodenbelag aufgebracht. Die Lage des Spieltisches der Orgel wurde nach einiger Diskussion nicht verändert. |
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Komplette
Erneuerung des Kirchendaches Die Dringlichkeit ergab sich aus der Situation, dass bei früheren Reparaturarbeiten die Schäden nicht behoben, sondern eher verstärkt wurden. So wurden neben einer nicht dauerhaften, nunmehr über 30 Jahre alten Dachbekleidung, die hauptsächlich aus Aluminium bestand, bei Reparaturarbeiten verschiedene Metalle (Zink neben Aluminium, Zink neben Kupfer) verwendet. Dies führte zu zusätzlichen Korrosionserscheinungen am Kirchendach, die im Verlaufe der Jahre fortgeschritten sind. Es gibt bereits seit längerer Zeit Bemühungen zur vollständigen Erneuerung des Kirchendaches, nachdem im Jahre 2000 erneut eine Notreparatur am First (an der bisherigen Aluminium-Eindeckung an dieser Stelle) notwendig war. Vor Beginn der Arbeiten zur kompletten Erneuerung war bereits abzuschätzen, dass die Grundkonstruktion des Kirchendaches nicht als gefährdet zu betrachten war. Die Leistungen umfassten: Aufnehmen der alten Aluminium- bzw. Zinkblecheindeckung, nachhaltige Beseitigung von Feuchtigkeitsschäden, Neueindeckung mit Kupferblech und Erneuerung aller Anschlüsse und Einläufe. Die Versöhnungskirchgemeinde dankt der Deutschen Stiftung für Denkmalschutz für die teilweise Förderung dieser Maßnahme. |
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Sanierung des Tragwerkes an der Ost- und Westseite des Kirchenschiffes und der großen Fenster im Kirchenschiff, Wiederherstellung der originalen äußeren Farbgebung, zunächst im Zusammenhang mit der Erneuerung / Sanierung der Fenster, an der West- und der Südseite. Eine Teilförderung durch das Regierungspräsidium Leipzig wurde im Juli 2005 ausgereicht. |
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Restaurierung an der Südseite der Kirche: Sanierung des Tragwerkes, der Fenster in den Treppenhäusern und der Fenster im oberen Jugendraum, Putzarbeiten und Farbgebung (Malerarbeiten) an der Südseite der Kirche einschließlich der Treppenaufgänge |
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Sanierung im Bereich der Kanzelempore und Beendigung der
Arbeiten in der darunter liegenden Brauthalle.
Die Brauthalle ermöglichst den Zugang über die Rampe
für Behinderte und Rollstuhlfahrer. |
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Sanierung
der Außentüren, Wiederherstellung der
originalen äußeren Farbgebung in diesem Bereich Wiederherstellung der sanitären Anlagen im Bereich der Kirche und im Bereich des Turmes. Innere Instandsetzung der Räume im Turm. Erarbeitung einer Nutzerkonzeption für diese Räume und Erörterung der Frage, ob der Wiedereinbau einer Heizung im Turmbereich vorzusehen ist, die im originalen Zustand als Teil der zentralen Beheizung vorhanden war. Sanierung der unteren Räume im Nordbereich der Kirche (Küche, Sakristei, WC): Trockenlegung, Erneuerung der elektrischen und sanitären Anlagen, Malerarbeiten, u.a. |