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HILDEGARD VON BINGEN wurde 1098 geboren, wurde Benediktinerin, später Äbtissin,
gründete das Kloster Rupertsberg, wo sie 1179 starb.
Sie schrieb bedeutende Werke in Theologie, Naturwissenschaft, Heilkunde.
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| Zehn Jahre arbeitete
Hildegard von Bingen (1098-1179) an ihrem 1141 begonnenen Werk ’’Scivias’’,
wie sie im Vorwort, das sie dieser Schrift voranstellte, mitteilt. Das aus
drei Teilen bestehende Werk ist eine Glaubenskunde und stellt das gesamte
Schöpfungs- und Erlösungswerk bis zum jüngsten Gericht dar. Alles
Irdische ist Zeichen, Symbolträger, Hinweis auf Übersinnliches,
Transzendentes, die ganze Schöpfung weist hin auf den dreifaltigen Schöpfergott.
Die Visionen der hl. Hildegard von Bingen sind in den farbenfrohen Tafeln
des Rupertsberger Scivias-Kodex überliefert.
Im Buch Deuteronomium heißt
es: "Das Volk sah das Wort", und bei Jesaja: "Das Wort, das
Jesaja in einer Vision vernommen hat" (2,1).
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