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HANS HEINRICH GROTJAHN
ARCHI
TEKT-B.D.A.-LEIPZIG

Aufnahme aus dem Jahre 1937, 
aus dem Besitz der Tochter, 
Frau Susanna Maria, 
verheiratete Wawretzko

 

Hans Heinrich Grotjahn ist der Architekt unserer Versöhungskirche Leipzig-Gohlis. Mit ihr schuf er eine der ganz wenigen Kirchen im Stil der Klassischen deutschen Moderne.Im allgemeinen wird er als Leipziger Architekt (B.D.A.) geführt, seine Lebensdaten seien unbekannt. Dies ist ab sofort (75. Kirchweihjubiläum der Versöhnungskirche Leipzig-Gohlis) anders. Er heißt mit seinem Geburtsnamen Heinrich Karl Wilhelm und wurde am 17. Juli 1887 in Hannover geboren. Hans Heinrich ist wohl eine Art Künstlername.  Er ist der Sohn des Maurermeisters Heinrich Grotjahn (geb. am 03.03.1856 in Wallenstedt, verstorben am 18.11.1898 in Hannover) und von Marie geb. Lampe (geb. am 03.02.1859 in Linden, von Hannover am 12.04.1904 nach Berlin abgemeldet), keine weiteren Angaben).

Er hatte zwei Geschwister (Brüder):

1. Wilhelm Grotjahn, geb. am 01.04.1895 in Hannover, am 09.02.1909 nach Berlin abgemeldet, keine weiteren Angaben;

2. Friedrich Grotjahn, geb. am 04.05.1885 in Hannover, am 02.04.1909 nach Berlin abgemeldet, keine weiteren Angaben).

Der Kaufmannslehrling - so die nicht ganz zutreffende Auskunft aus dem Stadtarchiv Hannover, denn er hat das Maurerhandwerk von der Pike auf gelernt - Hans Grotjahn (Hans Heinrich Grotjahn), hat sich am 22.10.1903 von Hannover nach Hildesheim abgemeldet, wo er die Baugewerkschule in Hildesheim und dann die Techn. Hochschule in Stuttgart absolvierte.

 

In Leipzig wohnte er seit dem 28.August 1917 zunächst in der Gottschallstraße 14 (in Untermiete), ab 29.September 1918 in der Gottschallstraße 22, seit dem 15. Juli 27 in der Waldstraße 63 (heute 67). Am 15.April 1936 verzog er mit seiner Familie nach Vaihingen (Stuttgart-Vaihingen ).

In Leipzig wurden seine beiden Kinder geboren:

1. die Tochter Susanna Maria am 28.Januar 1919, getauft am 20. Februar 1919 in der Versöhnungsgemeinde Taufregister 262 Nr. 20a (hilfsweise in der Michaeliskirche, da die Versöhnungsgemeinde noch keine eigene Kirche besaß)

2. der Sohn Jürgen Hans Heinrich am 20. März 1923, getauft am 31. März 1923(ebenfalls in der Versöhnungsgemeinde Taufregister 467 Nr. 33a, ebenfalls hilfsweise in der Michaeliskirche)

 

In Stuttgart-Vaihingen wohnte er zunächst im Wachtelweg 3 (während der NS-Zeit Hindenburgstraße 3), von 1948 bis 1950 in der Marienstraße 2, ebenfalls in Vaihingen, dann wieder im Wachtelweg 3, wo er am 9. Januar 1962 verstarb. Seine Frau Selma lebte noch bis 1982, zuletzt unter der Adresse Honigwiese 13.

Seine Tochter Susanna Maria, verheiratete Wawretzko,  ist im 75. Kirchweihjahr der Versöhnungskirche Leipzig-Gohlis, gemeinsam mit ihrem Sohn Joachim Wawretzko und dessen Ehefrau, Ehrengast der Versöhnungskirchgemeinde.

Ihr und ihrem Sohn verdanken wir die eigenhändig vom Architekten Hans Heinrich Grotjahn nach Berichten in Tageszeitung erstellte Erfolgsliste zu seinen Arbeiten und die Sondernummer der Zeitschrift "Der Privatarchitekt", die ausschließlich dem Bau der Versöhnungskirche Leipzig-Gohlis gewidmet ist, und weitere Dokumente.

Im Auftrag der Stadt Leipzig hat er außerdem die Wohnungen in der Magdeburger Straße 18-32 (Leipzig-Gohlis) gebaut (Vertrag mit der Stadt vom 18. November 1929).

Fotos: Henrike Dietze

HANS HEINRICH GROTJAHN 
ARCHITEKT-B.D.A.-LEIPZIG

geboren am 17. Juli 1887 in Hannover

gestorben am 9. Januar 1962 in Stuttgart-Vaihingen