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Die Fensterentwürfe stammen von den Kunstmalern Odo Tattenpach (Berlin) und Curt Metze (Leipzig). Ausgeführt von Mewes, so kann man es in einem kleinen Bleiglasfenster lesen.

Zu Christi Himmelfahrt wurden die restaurierten Fenster der Westseite im Kirchenschiff übergeben, zu Pfingsten die der Ostseite. Die Restaurierung wurde von der Leipziger Firma Gärlich ausgeführt, wobei das zu ergänzende Glas von einer Firma aus Baden-Württemberg hergestellt wurde. In der übergroßen Mehrheit aber wurden die originalen Gläser restauriert, mit einer Wärme-, Schallschutzschicht versehen und zusätzlich mit einer Kratzer und Beschädigungen abweisenden Glasur überzogen.

"Eigenartig auf den ersten Blick, aber immer stärker bei längerem Betrachten wirken die Glasmalereien in den Fenstern der Feierkirche, für die der Kunstmaler Tattenpach die Entwürfe geliefert hat. In einem geschlossenen Bilderkreis stellen die vier Fenster links und rechts des Altars die großen Hauptdaten der evangelischen Geschichte, die Geburt Jesu, die Berufung Jesu bei seiner Taufe, das letzte Mahl mit seinen Jüngern und die Pfingstgemeinde dar. Gesichter und Hände der einzelnen Personen sprechen hier zu dem, der sich in diese Darstellungen hineinversenkt, eine außerordentlich eindrucksvolle Sprache. Das fünfte, für sich stehende Fenster möchte die in sich geschlossene Feierkirche gleichsam mit der Außenwelt verbinden. Es zeigt auf dem Hintergrund der Großstadt mit ihrem Getriebe die Prophetengestalt des gläubigen Menschen, der aus der Unruhe und dem Kampf des Alltags in den stillen Frieden der Kirche mit ihrer Botschaft von der Versöhnung hineinruft. In den Fenstern der Hauptkirche, die von dem gleichen Künstler entworfen sind, ist absichtlich auf jede figürliche Darstellung verzichtet. Sie sind nur ornamental gestaltet und wollen mit ihren senkrechten Linien und bunten Gläsern lediglich die Raum- und Farbwirkung des Kircheninneren unterstützen. Das Gleiche ist bei den einfachen bunten Glasfenstern in den Treppenhäusern und Nebenräumen der Fall. Nur das dreiteilige Fenster in der Sakristei ist wieder figürlich gehalten und stellt nach einem Entwurf des Kunstmalers Curt Metze das Gleichnis vom Sämann dar. Ausgeführt wurden die Fenster von dem Handwerker Mewes." 

 


So kann man es in einem alten, nicht datierten "Führer durch die Versöhnungskirche" lesen.


Blick in die Feierkirche, Foto aus dem Heftchen "KIRCHEN in der Stadt Leipzig", Leipzig 1996, S. 57;

Fenster links vom Altar, im Vordergrund der wie die Christusfigur ebenfalls von 
M. Alf Brumme gestaltete Taufstein

Fenster in der Hauptkirche von Innen

Restaurierte Fenster der Hauptkirche von außen (Ostseite)

Die noch nicht sanierten Fenster in der Sakristei.

Eine Besonderheit ist die Gestaltung des Kreuzfensters, durch dessen Buntglas man bei Dunkelheit, wenn die Kirche innen erleuchtet ist, von außen auf die Christusfigur am Altar der Hauptkirche blicken kann. Dazu muss man nur einige wenige Treppenstufen in den Ehrenhof nach unten gehen. Dr.  Sieghard Mühlmann, Pfarrer der Versöhnungskirche, beschreibt Anliegen und Gestaltung so:

 

 

 

 

 

"Das Kreuz, das sich über dem Grundstein erhebt, ist Wahrzeichen dessen, der durch sein Leben und Sterben den Sinn der Versöhnung erschlossen hat, Versöhnung vorlebte und uns Menschen zur Versöhnung ermutigen will.
Das Kreuz, das sieht man sehr gut von innen, ist eingebunden durch die Gestaltung der das Kreuz einbettenden Buntglasfenster, die in konzentrischen Kreisen die Universalität dieser frohmachenden und befreienden Botschaft von der Versöhnung verdeutlicht. Die Gestaltung hat Matthias Klemm vorgenommen. Das Kreuz ist Zeichen der Versöhnung. Es ist Symbol einer neuen Perspektive im Verhältnis zwischen Gott und Mensch und zwischen den Menschen, die in dieser Perspektive zu Schwestern und Brüdern werden. Es will aufgenommen und getragen werden." 

Zitiert aus:

"EINE MODERNE EVANGELISCHE KIRCHE UND DIE VERSÖHNUNGSGEMEINDE", Leipzig 1994, Seite 45

 

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