Am 11. September 2005 findet der diesjährige Tag des offenen Denkmals unter dem Thema Krieg und Frieden statt. Unsere Versöhnungskirche hat zu dieser Problematik eine besondere Beziehung. Der Ehrenhof mit dem von Matthias Klemm gestalteten Kreuzfenster und dem über dem Grundstein der Kirche gestalteten Altar mit der Inschrift "Lasst euch versöhnen" lädt zum Nachdenken ein. Das Kreuz ist Zeichen der Versöhnung, einer neuen Perspektive zwischen Gott und Mensch und zwischen den Menschen, zwischen Brüdern und Schwestern
Der Ehrenhof wurde ursprünglich für die 550 Gemeindeglieder, die im ersten Weltkrieg gefallen sind, angelegt. Er lädt heute zum Verweilen, Meditieren und Erinnern an alle Opfer von Krieg, Hass, Gewalt und mangelnder Versöhnungsbereitschaft ein.
Der Ehrenhof mit dem Kreuzfenster steht architektonisch in Beziehung zur 4m hohen Christusplastik an der Nordseite über dem Altar. Der Auferstandene ruft uns zur Versöhnung auf, lädt uns dazu rein.
Auch unsere Feierkirche mit ihren farbigen Glasfenstern und dem von M. A. Brumme gestalteten Tryptichon spiegelt das Thema des Tages. Die Glasfenster des Berliner Malers Tattenbach zeigen in Geburt, Taufe und Abendmahl Lebensdaten des historischen Jesus, die zugleich Grunddaten der Heilsgeschichte sind. Ebenso dargestellt das Wunder der Ausgießung des Heiligen Geistes zu Pfingsten und als Brückenschlag in die heutige Zeit mit dem letzten Fenster die Verkündigung der Botschaft in einer modernen Großstadt. Die Person des Verkündigers ist die wohl umstrittenste Darstellung in diesem Zyklus; für mich eine Person, die ich - losgelöst aus dem bestehenden Rahmen - sicher gänzlich falsch zuordnen würde.
Unsere Kirche ist an diesem Tag von 12.00 - 17.00 Uhr geöffnet und bietet stündlich von 12-16.00 Uhr Turmführungen an. Am Brumme-Altar der Feierkirche findet 15.00 Uhr eine Meditation statt.
Lassen auch Sie sich einladen zu diesem besonderen Tag.