Unsere Partnergemeinde


Besuch in Amsterdam 2006

20 Jahre Partnerschaft

Unsere Partnergemeinde in Amsterdam und wir, stehen staunend vor der Tatsache, das wir nun seit 20 Jahren miteinander unterwegs sind. Das ist nur Gottes Gnade zu danken, darüber herrschte Einigkeit.

Gewachsen auf der Friedens- und Versöhnungsarbeit, die Hermann Kortewijg begonnen hatte, konnte die Gemeindepartnerschaft Freundschaften hervorbringen, die sich als tragfähig erwiesen haben. Das haben wir in Amsterdam gefeiert.

Die Freunde dort, die den Kontakt begonnen und über all die Jahre hin getragen haben, sind nun in einem Lebensalter, wo ihnen der organisatorische Aufwand zu schaffen macht. Da kam es gut an, dass Rolf Müller zum Fest für alle kochte. (Die Kartoffeln haben wir gemeinsam geschält.

Es war ein fröhliches Fest mit Erinnerungen beim Betrachten von Bildern vergangener Begegnungen und augenzwinkerndem Vergleich der Mentalitäten beider Völker: Wer fährt wohl besser Auto? Wie gehen wir mit irdischen Autoritäten um?

Ineke van Zweden (nicht im Bild) überreicht das Telefonkartenkreuz Foto: Matthias Rudolph
Ineke van Zweden (nicht im Bild) überreicht das Telefonkartenkreuz
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Foto: Matthias Rudolph
Als Zeichen der Verbundenheit überreichte uns Ineke van Zweden ein Bild: ein Kreuz aus Telefonkarten - ein schönes Sinnbild für die Verbundenheit als Partnergemeinden.

Als Gastgeschenk hatten wir eine Luftaufnahme unserer Kirche mitgenommen, unterschrieben von Gemeindegliedern, die mit der Partnerarbeit verbunden sind.

Wie immer hatten wir vorher gemeinsam über Gottes Wort an uns nachgedacht. Gesprächsgrundlage war diesmal erstmals kein Bibeltext, sondern das Te Deum, ein alter Kirchentext. Diesen uralten Worten der Christenheit stellten wir ein Te Deum unserer Tage gegenüber, einen Text aus der diesjährigen Weltgebetstagsliturgie, die von Südafrikanerinnen stammt. Es macht Freude, unseren Gott mit alten und neuen Texten zu loben!

Am Nachmittag bestanden drei Möglichkeiten, Amsterdam zu erkunden: Rembrandt - Ausstellung, Bibelmuseum und der Jüdische Friedhof in Amstelveen standen zur Wahl. Ich hatte mich für letztere Variante entschieden und konnte einen informativen und nachdenklichen, aber auch erholsamen Nachmittag erleben.

Am Samstag ging es per Bus nach Elburg, einem mittelalterlichen Städtchen, wo man früher vor allem von Fischerei lebte. Heute ist durch die Deichanlagen kein Zugang mehr zur offenen See, aber auf dem eingedeichten Binnengewässer konnten wir eine schöne Bootsfahrt erleben. Das Vogelschutzgebiet beglückte uns mit aberhunderten Schwänen, ein phantastischer Anblick im Sonnenschein.

Das Te Deum, das wir gemeinsam betrachtet hatten, ist bekanntlich von Felix Mendelsohn Bartholdy meisterlich vertont worden. Diese Musik wurde im Gottesdienst aufgeführt, das war ein Erlebnis, das zu Herzen ging.

Auch wir in Leipzig hatten uns Gedanken gemacht, wie wir dieser besonderen Begegnung gerecht werden und waren auf die Idee gekommen, mit unseren Freunden gemeinsam zu singen:

In diesem Sinne übermittle ich Ihnen/Euch herzliche Grüße von Gemeine zu Gemeinde

Beate Ißmer


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